Sichtbares Zeichen der Verbundenheit - Herbolzheim und Rust schenken Ringsheim zum 800-jährigen Jubiläum bleibende Erinnerungen
Der Platz soll künftig nicht nur an das Jubiläumsjahr erinnern, sondern dauerhaft zum Verweilen einladen. „Unsere Idee ist, diesen Ort auch über das Jubiläumsjahr hinaus zu nutzen. Vielleicht kommt noch das eine oder andere dazu – so entsteht hier unser kleines Jubiläumsplätzchen, an dem man vorbeiläuft, sich niederlässt und einfach wohlfühlt“, so Weber. Besonders der Ausblick über die Reblandschaft und die Lage am neuen Themenwanderweg „Glückauf-Schleife“ machen den Standort attraktiv.
Der Bürgermeister hob zudem hervor, dass das Jubiläumsjahr die Geschichte Ringsheims wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt habe. Durch Ausstellungen, Bilder und Veranstaltungen sei insbesondere die Bergbaugeschichte wieder lebendig geworden: „Ich werde immer wieder darauf angesprochen, wo man noch etwas von der Geschichte sehen kann. Das Thema ist wieder stärker im Bewusstsein der Menschen angekommen.“
Sein Dank galt außerdem Herrn Brossmer als Vertreter des Zweckverbandes Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK), die den Platz als Eigentümer zur Verfügung stellten und bei der Herrichtung unterstützten, ebenso wie dem Team des Bauhofs, das die Vorbereitung und künftig auch die Pflege übernimmt.
Für die Stadt Herbolzheim erläuterte Bürgermeister Thomas Gedemer die Idee hinter dem Geschenk. Ziel sei gewesen, etwas Dauerhaftes und zugleich Besonderes zu übergeben:„Unser Anspruch war es, etwas mitzubringen, das nicht einfach das zehnte Bild oder die nächste Grünpflanze ist. Die Idee einer Himmelsliege war, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich treffen, zur Ruhe kommen und die Umgebung genießen können.“
Gedemer betonte die symbolische Bedeutung des Geschenks für die Zusammenarbeit der Kommunen:
„Es soll an die gute Kooperation zwischen uns als Nachbarkommunen erinnern. Das war historisch nicht immer selbstverständlich – umso schöner ist es zu sehen, wie wichtig uns heute Zusammenarbeit heute geworden ist.“
Die Himmelsliege wurde aus Holz aus dem Herbolzheimer Forst gefertigt und durch das Forstteam gebaut. Besonderheit der neuen Ausführung: Die Liege ist drehbar und ermöglicht unterschiedliche Blickrichtungen.
Auch Rusts Bürgermeister Dr. Kai-Achim Klare griff den Gedanken der bleibenden Verbundenheit auf. Bei den Überlegungen zum Jubiläumsgeschenk sei schnell klar geworden, dass etwas Dauerhaftes und Symbolträchtiges überbracht werden sollte. „Ringsheim und Rust stehen heute in einem freundschaftlichen und manchmal auch augenzwinkernden Wettbewerb. Gleichzeitig sind wir in den vergangenen Jahrzehnten sehr eng zusammengewachsen“, sagte Klare. Die Wahl fiel auf eine Ulme – nicht zufällig: „Der Name Rust leitet sich mit großer Wahrscheinlichkeit vom Rüster ab – also von der Ulme. Deshalb ist dieser Baum für uns ein Stück Identität.“
Mit Blick auf die Kombination der beiden Geschenke ergänzte er: „Dass die Ulme nun gemeinsam mit der Himmelsliege aus Herbolzheim hier ihren Platz findet, ist die schönste Kombination, die man sich vorstellen kann: Entspannen mit Herbolzheim und Schatten finden mit Rust.“
Die Gemeinde Ringsheim erhält damit nicht nur zwei Jubiläumsgeschenke, sondern zugleich sichtbare Zeichen gelebter Nachbarschaft und guter interkommunaler Zusammenarbeit – einen Ort zum Innehalten, Genießen und Erinnern.



