Restaurierte Wetterfahne krönt wieder das Ringsheimer Rathaus
Die Freude ist groß. Nach mehrwöchiger Renovierung und Ergänzung ist sie pünktlich zum Start ins Ortsjubiläumsjahr 2026 wieder von weitem zu sehen. Die restaurierte Wetterfahne auf der Spitze des Ringsheimer Rathaustürmchens. Im Rahmen des Neujahrsumtrunks am 01.01. kehrte sie nun feierlich an den angestammten Platz zurück.
2024 übergaben der Ringsheimer Bürger Volker Kern zusammen mit dem Schuttertäler Wolfgang Sievers den früheren Wetterhahn, der früher auf der Wetterfahne angebracht war, vor Jahrzehnten in Verschollenheit geraten ist und von den beiden wiederentdeckt wurde. Allerdings war der Metallhahn in einem so schlechten Zustand, dass er nicht mehr renoviert werden konnte.
Bürgermeister Pascal Weber hatte bei der Übergabe damals versprochen, den Hahn „aufs verdiente Altenteil“ (ins Gemeindearchiv) zu schicken, die historische Wetterfahne pünktlich zum Ortsjubiläum aber renovieren und um ein neues Teil ergänzen zu lassen. Dieses Versprechen wurde jetzt gehalten.
Das Ringsheimer Unternehmen „Metallbau Person“ hat die Wetterfahne Anfang Dezember mit Hilfe einer Drehleiter auf dem Rathausdach abgebaut. Anschließend liefen die Renovierungsarbeiten, die doch größer ausfielen als zunächst gedacht. Wind und Wetter haben dem Metall und den Verbindungen im Laufe der letzten Jahrzehnte stark zugesetzt. Alle Teile wurden renoviert, erneuert und teilweise verstärkt. Jetzt konnte das neu überarbeitete Prachtstück wieder auf der Rathaus-Dachspitze angebracht werden.
Das Metallbau-Kunstwerk zeigt im unteren Teil stolz für die vier Himmelsrichtungen vier Symbole der handwerklichen Gewerke: Maurer, Blechner, Schmied und Zimmerleute. Alles Gewerke, die in Ringsheim früher stark vertreten waren. Darüber war dann der Hahn. Nun ist im oberen Bereich eine Fahne mit der ausgelaserten Jahreszahl „1846“ zu sehen, dem Entstehungsjahr des Ringsheimer Rathauses.
Die neue Wetterfahne soll nun wieder für viele Jahrzehnte das denkmalgeschützte und ortsbildprägende Rathaus krönen. Welch ein schöner und geschichtsbewusster Start in das Jubiläumsjahr „800 Jahre Ringsheim“.



